Theater! "Die Nashörner" in der Kleinen Kunstbühne mobilé

Als am Sonntag gegen 12:00 Uhr Mittag ein Nashorn den Marktplatz der kleinen Stadt überquert, weiß noch niemand, woher es stammt oder wohin es will. „In vollem Lauf rannte es an den Marktständen vorbei“, berichtet ein Passant. Doch bereits am Montagmorgen häufen sich die Nashornsichtungen. Und es wird deutlich, dass die Nashörner niemand anderes sind als die Bewohner der Stadt selbst. Der „Rhinozeritis“ kann kaum jemand widerstehen. Nur Behringer zögert. Wenn man kein Nashorn werden will, dann wird man auch keines, sagt er. „Wenn man einen festen Willen hat, dann wachsen einem keine Hörner!“ Oder?

Mit Eugène Ionescos „Die Nashörner“ bringen acht junge Akteure eine Parabel über Massenbewegungen auf die Bühne. Irrwitzige Figuren wie der Logiker und sein namenloser Freund jagen den dickhäutigen Unpaarhufern nach und verirren sich in Diskussionen über indische und afrikanische Nashörner. Die Tiere können dabei als Sinnbild einer Sehnsucht nach radikal vereinfachenden Antworten verstanden werden. Und obwohl das Stück im Kontext faschistischer Erfahrungen Ionescos entstand, entscheidet es sich nicht für eine bestimmte Interpretation. Heraus kommt ein absurdes Theaterspiel, mit vielschichtigem Humor und einem Abstecher in die Realität.

VVK nur beim Kulturbüro mobilé, Tel. 08342 / 40185
an der Abenkasse jeweils 1 Std. vor Beginn der Veranstaltungen

Fr
19.10.
-
20:00
Sa
20.10.
19:00
-
So
21.10.
19:00
-

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